22. Oktober 2018

Berufliche Weiterbildung führt zum Karrieresprung

“Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.“ Zitat des britischen Komponisten Benjamin Britten. Lernen ist eine freiwillige Sache, zumindest nach der Schulzeit-Pflicht. Jeder hat das Recht auf Lernen. Doch viele Leute sind nach Schulausbildung bzw. Berufsausbildung erst einmal froh nicht mehr die Schulbank drücken zu müssen und sammeln erst einmal Berufserfahrung. Auch dabei lernt man. Auch das Leben lernt einen mit Erfolg und Misserfolg umzugehen. Man lernt halt im Leben nie aus. So ändern sich auch die Ansprüche in vielen Berufen. Der Anspruch der Unternehmen an das Know How der Mitarbeiter steigt stetig. Um dem Druck standzuhalten und auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen sollte sich für die berufliche Weiterbildung entscheiden. Doch die Deutschen sind, laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung, recht lernfaul.

Muss man sich beruflich Weiterbilden?

Foto: Bildarchiv ARKM/Fotolia

Grundsätzlich ist man nicht verpflichtet sich weiterzubilden. Auch der Arbeitgeber muss grundsätzlich keine Weiterbildungen anbieten noch darf er seine Mitarbeiter dazu verpflichten. Es sei denn im Arbeitsvertrag wird es ausdrücklich erwähnt und vorgeschrieben.

Ausnahmen bestätigen aber die Regel. Für manche Berufsgruppen wie z.B. Anwälte, Betriebsärzte, Sicherheitspersonal oder Sanitäter gilt eine berufliche Weiterbildungspflicht. Nimmt der Arbeitnehmer seine Pflicht, an der beruflichen Weiterbildung teilzunehmen, nicht wahr, kann ihm sogar die Kündigung drohen weil er die Anforderungen im Beruf nicht mehr erfüllen kann.

Wer zahlt die Kosten einer Weiterbildung?

Wird die Fort- bzw. Weiterbildung vom Arbeitgeber gefordert, so muss er auch die Kosten, auch für eventuelle Reise- und Unterbringungskosten, bezahlen.

Bei einer freiwilligen beruflichen Weiterbildung muss der Arbeitgeber die Kosten nicht übernehmen. Maßgeblich ist aber die Vereinbarung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Eine berufliche Weiterbildung dürfte aber immer im Sinne eines Arbeitgebers sein. Schließlich bringt der Arbeitnehmer dem Unternehmen ja einen nützlichen Vorteil mit seinem gewonnenen Fachwissen mit ein. Der Arbeitgeber kann aber von der sogenannten “Rückzahlungsklausel” gebrauch machen und die Kosten für die Fortbildung zurück verlangen, wenn der Arbeitnehmer das Unternehmen vorzeitig verlässt. Allerdings setzt das voraus, dass der Arbeitgeber vor Beginn der Weiterbildung, den Arbeitnehmer bezüglich dessen, auf alle Folgen klar und unmissverständlich hingewiesen hat.

Werde ich freigestellt bei einer beruflichen Weiterbildung?

Wenn es keine klare Regelung im Arbeitsvertrag gibt, gibt es verschiedene Möglichkeiten bezüglich der Zeitregelung für die geplante Fortbildung.

  • Zum einen kann der Mitarbeiter seine Arbeitszeit reduzieren und so in der gewonnenen Freizeit an der Fortbildung teilnehmen – hierbei hat der Arbeitnehmer aber keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung.
  • Der Mitarbeiter kann aber auch unbezahlten Sonderurlaub nehmen
  • Mit dem Arbeitgeber über die Möglichkeiten einer Fortbildung sprechen

Eine Lösung für das Zeitproblem, bei einer freiwilligen Fortbildung, dürfte bei gegenseitigen Einverständnis wohl kein Problem werden.

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